OK Check-In

Der OK Check-In ist eine Larp-Technik, die es den TeilnehmerInnen während einem Spiel erlaubt, sich diskret über ihr Wohlbefinden auszutauschen, ohne andere dabei in deren Spiel zu stören. Sie kann dabei von “Opfer-” als auch “Täter-” Seite und von der Spielleitung gleichermaßen eingesetzt werden.

Wir haben den OK Check-In nicht erfunden, er kommt aus den USA. Zu finden ist eine englische Beschreibung im Imagine Nation Collective, auf Nordiclarp, bei Safety in Larp und ein Video.

Verwendung

Intensives Live-Rollenspiel bedeutet für uns, sich an die eigenen Grenzen und jener der anderen heranzutasten, ohne sie zu überschreiten. Diese Grenzen sind jedoch bei jeder Person unterschiedlich gelegen. Um also unangenehme Situationen abwenden zu können, ohne das Spiel dafür unterbrechen zu müssen, gibt es den OK Check-In.

Man kann diese Technik einsetzen, wenn man nicht sicher ist, ob sich das Gegenüber mit den eigenen Spielangeboten wohl fühlt. Vor allem in Extremsituationen kann man sich oft nicht sicher sein ob die Reaktion der Mitspielenden gespielt oder echt ist und ob wirklich noch alles in Ordnung ist.

Umgekehrt kann man auch ungefragt in einer Situation, die über den eigenen Kopf hinaus wächst, klar den Mitspielenden zu verstehen geben, dass man lieber einen Gang zurück schaltet.

Der Vorteil ist, dass so nonverbal und unauffällig mitgeteilt werden kann, ob oder wenn etwas nicht passt. Damit können Probleme, die sich ohne Nachfrage einstellen würden, im Vorhinein schon abwenden.

Zu beachten

Der Nachteil ist, dass man den OK Check-In leicht übersehen kann. Daher sind zwei Dinge wichtig:
  • Stelle Augenkontakt her, bevor du ein Handzeichen verwendest
  • Mach das Handzeichen auf Brust- oder Kopfhöhe

Wenn es zu dunkel ist, um den OK Check-In überhaupt sehen zu können, muss man auf akustische Signale ausweichen.

Nachfragen

Um nachzufragen, ob mit deinem Gegenüber alles in Ordnung ist, machst du mit der Hand das “OK” – Zeichen (Daumen und Zeigefinger formen einen Kreis) und signalisierst damit die Frage: “Geht es dir gut?”

Gefühlsbekundung

Du kannst deinem Gegenüber mit folgenden Zeichen zu verstehen geben, was Sache ist. Dafür musst du vorher nicht gefragt worden sein. Wenn du dich unwohl fühlst kannst du die Geste auch einfach so, nachdem du mit der betreffenden Person Blickkontakt aufgebaut hast, machen.

Daumen hoch bedeutet: Alles in Ordnung, weiterspielen.

Das OK-Zeichen (Daumen und Zeigefinger formen einen Ring) als Antwort auf die OK-Frage ist gleichbedeutend mit dem “Daumen hoch”-Zeichen: Alles in Ordnung, weiterspielen.

Eine flache Hand bedeutet: Der/die Sender*in ist sich nicht ganz sicher und fühlt sich weder besonders wohl noch besonders unwohl. Die Lage ist an der Kippe. Es empfiehlt sich als Empfänger*in dieses Signals eher einen Gang zurück zu schalten und gegebenenfalls nochmals nachzufragen.

Daumen nach unten bedeutet: Der/die Sender*in fühlt sich unwohl, bitte einen Gang zurück schalten oder den/die SpielerIn aus der Situation entlassen.

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